Die schlimmsten Casino-Gauner aller Zeiten

Aberglaube und Mythen

Natürlich wissen wir, dass wir beim Spielen im Casino gegen den Hausvorteil kämpfen müssen. Obwohl wir uns für Spiele wie Blackjack oder Videopoker entscheiden können, bei denen die richtige Strategie dafür sorgt, dass dieser Vorteil deutlich reduziert wird, ist er trotzdem auf jeden Fall ein wichtiger Faktor.

Die meisten von uns akzeptieren diese Tatsache und spielen gerne im Casino. Im Laufe der Geschichte hat es jedoch immer wieder Spieler gegeben, die das etwas anders gesehen haben und durch den Betrug den Hausvorteil umgehen wollten. Hier werfen wir einen Blick auf die größten Casino-Betrüger aller Zeiten.

Edward Thorpe

Viele Menschen glauben, dass das berühmte Blackjack-Team des MIT das Zählen der Karten erfunden hat, so wie es im Film “21” gezeigt wurde. Tatsächlich hat das Team jedoch nur die Methoden des Mathematik-Professors Edward Thorpe perfektioniert, die dieser bereits in den frühen 60er Jahren entwickelt hatte.

Thorpe, der als Vater des Kartenzählens berühmt geworden ist, interessierte sich eigentlich gar nicht für Glücksspiele, bis ein Freund ihm und seiner Frau Blackjack erklärte. Nachdem er einige Male gespielt hatte, war Thorpe praktisch besessen von dem Spiel und von der Frage, wie er das Haus schlagen konnte.

Diese Besessenheit führte zur Entwicklung eines Systems, bei dem er einen Vorteil gegenüber dem Casino erzielen konnte, indem er Karten zählte und auf diese Weise genau den Ausgang bei jeder Hand vorhersagen konnte. Zusammen mit dem Freund, der ihm das Spiel gezeigt hatte, ging Thorpe jedes Wochenende in Casinos und gewann bei jedem Besuch Tausende Dollar. Zu dieser Zeit hatten die Casinos noch keine Ahnung davon, wie Thorpe es schaffte, gegen das Haus zu gewinnen. Erst Jahre später veröffentlichte er sein berühmtes Buch "How to Beat the Dealer".

Das Blackjack-Team des MIT

Wie schon erwähnt waren die Mitglieder des Blackjack-Teams des MIT die vielleicht berühmtesten Kartenzähler ihrer Generation. Ihre Geschichte wird in Büchern und dem Film “21” erzählt. Dieses Blackjack-Team ging auf Aktivitäten neben den eigentlichen Kursen am angesehenen Massachusetts Institute of Technology zurück. Das Team nutzte eine Kombination aus Statistik, Systemen zum Kartenzählen und verschiedene Verkleidungen, um gegen die Casinos in den Vereinigten Staaten zu gewinnen. Dabei verdienten sie an jedem Wochenende Hunderttausende Dollar.

Mit der Zeit waren die Casinos in der Lage, die Mitglieder des Teams zu erkennen. Zugleich kam es im Team selbst zu ersten Auflösungserscheinungen. Als die Strafverfolgungsbehörden um Hilfe gebeten wurden, verließen viele der wichtigsten Mitglieder das Team. Neue Studenten wurden als Ersatz aufgenommen, im Laufe der Zeit entwickelten Casinos jedoch neue Methoden, um Kartenzähler zu erwischen, sodass das Team schließlich aufgeben musste.

Tommy Glenn Carmichael

Tommy Glenn Carmichael ist einer der berühmtesten Spielautomaten-Diebe der letzten Jahrzehnte. In den 80er Jahren nutzte er eine technische Möglichkeit an Spielautomaten in Las Vegas, um durch Betrug zu gewinnen. Fünf Jahre lang blieb er unentdeckt, bis er aufgeflogen ist und zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt wurde.

Nachdem er seine Strafe abgesessen hatte, startete Carmichael eine Gruppe, die mit Betrügereien an Spielautomaten in Las Vegas viel Geld verdiente. Die Gruppe war später auch in anderen Städten in den USA aktiv und verdiente pro Tag mehrere Tausend Dollar in Casinos in Atlantic City, Aruba, San Juan, Colorado, Connecticut und Nassau. Schließlich entdeckten die Casinos jedoch die Tricks und Carmichael wurde zu einem weiteren Jahr Gefängnis verurteilt. Außerdem durfte er kein Casino mehr betreten.

Richard Marcus

Richard Marcus war ein begeisterter Spieler, der als Dealer arbeitete. Während er arbeitete, begann er damit, Strategien zu erstellen, mit denen er den Hausvorteil beim Roulette schlagen wollte. Er platzierte dann drei Chips mit geringen Werten auf dem Roulettetisch, außerdem setzte er einen Chip im Wert von 500 US-Dollar. Der große Chip wurde strategisch platziert, sodass der Dealer diesen nicht unter dem Stapel mit Chips sehen konnte, die weniger Wert waren. Wenn er mit seinem Einsatz richtig lag, feierte Marcus seinen Gewinn und zeigte dem Dealer seinen Chip, der davon natürlich überrascht war.

Wenn er hingegen seinen Einsatz verlor, entfernte Marcus den wertvollen Chip schnell, während der Dealer nicht darauf achtete. Als die Casinos diesen Trick erkannt hatten, hatte Marcus bereits mehr als fünf Millionen Dollar gewonnen und konnte sich mit diesem Geld zur Ruhe setzen.

Dominic LoRiggio

Viele Menschen glauben, dass Techniken zum Kontrollieren der Würfel beim Spiel Craps nicht wirklich funktionieren und dass es in der Wirklichkeit keine Möglichkeit gibt, mit der man vorher wissen kann, wie die Würfel am Craps-Tisch fallen. Diese Menschen haben jedoch noch nie etwas von Dominic LoRiggio gehört, der ein Vermögen mit genau solchen Techniken verdient hat.

Tatsächlich war er so gut, dass er als “Mann mit dem goldenen Arm” bezeichnet wurde. Laut LoRiggio verbrachte er viele Jahre damit, die Kunst der Kontrolle der Würfel zu perfektionieren. Schließlich zahlte sich diese harte Arbeit aus und brachte ihm ein Vermögen ein. Er gründete sogar ein Team unter dem Namen Rosebud, in dem er anderen Spielern seine Techniken beibrachte, sodass das gesamte Team noch mehr Geld gewinnen konnte.

Die Fähigkeiten an sich sind zwar nicht illegal, allerdings kennen Casinos auf der ganzen Welt heute LoRiggio. Sie haben ihn dazu gezwungen, auf eine andere Weise zu würfeln, um seinen Vorteil zu verlieren.

Gonzalo Garcia-Pelayo

Obwohl Gonzalo Garcia-Pelayo vor allem für Betrügereien beim spanischen Roulette bekannt ist, ist er durchaus mit Dominic LoRiggio vergleichbar. Beide Spieler schafften es, Techniken zu meistern, von denen die meisten Menschen glauben, dass das gar nicht möglich wäre.

Zu Garcia-Pelayos Technik gehörte es, das Rouletterad zu beeinflussen. Er ging davon aus, dass nicht alle Rouletteräder komplett zufällige Ergebnisse lieferten. Seiner Ansicht nach waren bestimmte Räder ein wenig falsch eingestellt, sodass bei ihnen einige Zahlen häufiger vorkamen als andere. Garcia-Pelayo begann dann damit, Rouletteräder in spanischen Casinos zu studieren und die Resultate von Tausenden von Umdrehungen aufzuzeichnen. Schließlich analysierte er die Ergebnisse, um die Räder mit den größten Ungleichmäßigkeiten zu finden. Das ermöglichte ihm einen Vorteil von bis zu 15 Prozent in manchen Casinos, sodass er hohe Gewinne erzielen konnte. Als Casinos in Spanien und in den USA Garcia-Pelayo schließlich Hausverbot erteilten, hatte er bereits viele Millionen gewonnen.

Reid Errol McNeal

Die meisten berühmten Betrüger wurden in Casinos zu reichen Männern. Reid Errol McNeal ist die Ausnahme von dieser Regel. Obwohl er im Bally's Park Place Casino in Atlantic City entgegen einer hohen Wahrscheinlichkeit gewinnen konnte, nahm er nur einen Keno-Jackpot in Höhe von 100.000 Dollar mit nach Hause. Seinen Gewinn wollte er in bar erhalten, allerdings war er nicht sehr glücklich über dieses Ergebnis.

Später zeigte eine Untersuchung, dass McNeal tatsächlich ein Angestellter des Bundesstaats Nevada war. Für seinen Arbeitgeber überprüfte er Spielautomaten, um sicherzustellen, dass die richtigen Chips genutzt wurden. Im Zuge der Untersuchung entdeckte die Polizei, dass McNeal auf die Daten des Casinos zugegriffen hatte und dabei den Code für den Zufallsgenerator beim Keno erfahren hatte. Indem er spezielle Geräte nutzte, konnte er diese Daten speichern und die Informationen nutzen, um den Keno-Jackpot zu gewinnen.

Ronald Dale Harris

Ronald Dale Harris ist ein Computerprogrammierer, der zwölf Jahre als Spezialist für die Auswertung von Glücksspielgeräten bei der Nevada Glücksspiel Kommission beschäftigt war. Dieser Tätigkeit beinhaltete, Fehler in der Software aufzuspüren, die in den zahlreichen Las Vegas Casinos eingesetzt wurde, und ermöglichte ihm den Zugang zu den Quellcodes.

Er nutzte diesen Zugang aus, um eine Reihe von Slot-Maschinen unerlaubt zu verändern, damit es zur Auszahlung großer Bargeldbeträge kam, sobald eine bestimmte Anzahl von Münzen und eine bestimmte Sequenz in die Maschine eingegeben wurden. Von 1993 bis 1995 gelang es Ron Harris zusammen mit einem Komplizen, die Casinos in Las Vegas um Hunderttausende Dollar zu bestehlen. Es handelte sich um einen der erfolgreichsten unentdeckt gebliebenen Betrugsfälle in der Geschichte des Glücksspiels.

Gegen Ende seiner Betrugsserie verlegte Harris seinen Fokus weg von den Slots hin zu Keno. Er entwickelte ein Programm, das ihm die Voraussage erlaubte, welche Zahlen ein Pseudo-Zufallsgenerator während eines Spiels auswählen würde. Reid Errol McNeal - Harris' damaliger Komplize - versuchte, im Bally’s Atlantic City Casino Hotel einen Gewinnschein über eine große Geldsumme einzulösen. Die Verantwortlichen wurden misstrauisch und informierten die Ermittler der New Jersey Glücksspiel Kommission. Die Ermittlungen führten zu Harris, McNeals Quelle. Er wurde festgenommen und wegen Betrugs sowie geheimer Spielabsprache schuldig gesprochen. Von den sieben Jahren Gefängnis, zu denen er verurteilt wurde, musste er zwei absitzen. 

Harris lebt zurzeit in Las Vegas. Er steht aber im berüchtigten Schwarzbuch der Nevada Glücksspiel Kommission, was ihm den Zutritt oder gar Glücksspiel in einem Casino des Staates verbietet.

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